Redaktion

Digitale Bildung in Deutschland

Decrease Font Size Increase Font Size Text Size Print This Page

digitale Bildung in Deutschland

Die Zeiten in denen Instagram, YouTube und TikTok als Hobby galten sind längst vorbei. Ein sicherer Umgang mit diesen vergleichsweise neuen Medien ist inzwischen nicht nur privat, sondern auch in nahezu jedem Berufsfeld von großer Bedeutung. Doch wer bereitet Berufseinsteiger, angesichts fehlender Mittel und Knowhow an Schulen, auf diese Transferleistung vor. Die ehemalige Bürgermeisterin und Gründerin des Social Impact Start Up BG3000 Simona Stein-Lücke kennt das Problem.

O-Ton: Simone Stein-Lücke, Gründerin BG3000

„Die digitale Bildung in Deutschland steht ganz am Anfang. Wir haben auch nach einem Jahr Pandemie überhaupt kein Tempo aufgenommen. Modellprojekte gibt es viele aber systematisch ist weder in der schulischen Bildung noch in der Berufsausbildung bisher was passiert. Und da müssen wir ran.“ Dabei soll nun eine Kooperation von BG3000 und LOBECO helfen, die mit sogenannten Future Talent Camps gezielt die Digitalkompetenz von Auszubildenden fördert. Der Bedarf bei den Unternehmen ist erwartbar groß.

O-Ton: Axel Weber, Abteilungsleiter Public Affairs / Kommunikation Westlotto „Heute ist jeder Mitarbeiter ein Botschafter des Unternehmens. Da muss man wissen wie man mit diesen
Kanälen und Medien umgeht. Da muss man die entsprechende Kompetenz erwerben und man muss sie dann auch zielsicher anwenden können.“

Erste Firmen konnten das digitale Bildungsangebot bereits ausprobieren. General Manager wie Alex Obertop versprechen sich davon ganz konkrete Erfolge für ihr Unternehmen.

O-Ton: Alex Obertop, Geschäftsführer SIDE Design Hotel Hamburg

„Ich bin davon überzeugt, dass sich die Mitarbeiter besser fühlen und eine gewisse Sicherheit entwickeln. Natürlich ist Instagram wichtig, aber vor allem auch eine „online knigge“ Wie gehe ich mit hate speech um? Wie gehe ich überhaupt mit Kommentaren im Internet um? Was schreibe ich und wie schreibe ich es? Und smarte Fotos machen. Die Darstellung der eigenen Produkte richtig platzieren.“

Die beiden Auszubildenden Lucia Ricotta und Dominik Deegen haben das bereits verinnerlicht und setzen es in ihrer täglichen Arbeit um. Das sie ihr digitales Knowhow einmal für ihren Arbeitgeber einsetzen würden hat sie selbst überrascht.

O-Ton: Lucia Ricotta, Auszubildende SIDE Design Hotel Hamburg
„Mit dem Datenschutz gehe ich jetzt komplett anders um.“

O-Ton: Dominik Deegen, Auszubildender SIDE Design Hotel Hamburg
„Ich achte jetzt darauf wen ich fotografiere und wie ich fotografiere.“

Die komprimierte digitale Umsetzung der Lerneinheiten bietet Unternehmen auch in Zeiten von Coronabedingtem Homeoffice die Möglichkeit ihre Young-Talents digital weiterzubilden.

O-Ton: Axel Weber, Abteilungsleiter Public Affairs / Kommunikation Westlotto
„Wir halten es grundsätzlich für richtig in Aus- und Weiterbildung zu investieren, ob Pandemie oder nicht. Es ist ganz wichtig, dass sie sich als Unternehmen da für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren. Denn wer Investitionen in Aus- und Weiterbildung zurückschraubt, der wird morgen auf der Ziellinie im Wettbewerb als letzter durchs Ziel gehen.“

Quelle © Mhoch4