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Hörbuch oder Buch

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Wenn Sie keine Zeit haben, sich hinzusetzen um ein Buch zu lesen, wird das Anhören der Hörbuchversion eine angenehme alternative. Für einige Hardcore-Buch-Nerds kommt das natürlich überhaupt nicht in Frage und wird extrem verpönt, doch für andere ist es genau das richtige. Welche Hausfrau hat schon mal die Gelegenheit, sich ihrem Lieblingsroman zu widmen. Zwischen kochen, putzen und Wäsche waschen hat man nicht die notwendige Muse, um in Ruhe ein Buch zu lesen. Hörbuch runterladen, Kopfhörer aufsetzten und neben der Arbeit sich ein Buch vorlesen lassen- da macht dann auch der Haushalt Spaß. Viele sitzen den ganzen Tag an ihrem PC-Arbeitsplatz und würden am Abend doch noch gerne ein Buch lesen, doch sind die Augen schon müde, oder sogar gereizt – nun kann man sich auf die Couch legen und in Ruhe sein Buch anhören und dabei auch noch entspannen.

Wenn man als Leser mit Hörbüchern noch keine Erfahrung gemacht hat, kann man dies mit einem Probe-Abo bei Audible testen. Hier gibt es eine sehr große Auswahl an Hörbüchern für Erwachsene und Kindern sowie Podcasts von namhaften Autoren, die man immer und überall per App hören kann.

Welche Unterscheide gibt es?

Neue Erkenntnisse deuten auch darauf hin, dass das Lesen und Hören einer Geschichte für unser Gehirn möglicherweise nicht so unterschiedlich ist, wie jeder denkt.

In einer im „Journal of Neuroscience“ veröffentlichten Studie haben Forscher der Gallant Lab an der UC Berkeley das Gehirn von neun Probannten gescannt, während sie dieselben Geschichten gelesen und angehört haben.

Bei der Untersuchung der Gehirnscans und der Datenanalyse stellten die Forscher fest, dass die Geschichten unabhängig von ihrem Medium dieselben kognitiven und emotionalen Bereiche stimulierten. Dies trägt zu unserem Verständnis bei, wie unser Gehirn die wellenförmigen Buchstaben und Tonfolgen, aus denen unsere Kommunikation besteht, eine semantische Bedeutung verleiht.

Im Jahr 2016 veröffentlichten Forscher der Gallant Labs ihre erste interaktive Karte des Gehirns einer Person, nachdem sie sich zwei Stunden lang eine Geschichte angehört hatte. Es ist ein lebendiges, regenbogenfarbenes Diagramm eines Gehirns, das in etwa 60.000 Teile unterteilt ist und als Voxel (Volumenpixel) bezeichnet wird. Das Codieren und Analysieren der Daten in jedem Voxel halfen den Forschern, zu visualisieren, welche Regionen des Gehirns bestimmte Arten von Wörtern verarbeitet. Ein Areal antwortete auf Begriffe wie „Vater“, „abgelehnt“ und „wiederverheiratet“ – soziale Worte, die dramatische Ereignisse, Menschen oder Zeiten beschreiben. Die jüngste Studie, in der Gehirne beim Hören und Lesen verglichen wurden, zeigte jedoch, dass Wörter dazu neigen, dieselben Gehirnregionen mit derselben Intensität zu aktivieren, unabhängig von der Eingabe. Diese Erkenntnis überraschte Fatma Deniz, Postdoktorandin am Gallant Lab und Hauptautorin der Studie. Das Gehirn der Versuchsperson schuf auf die gleiche Weise eine Bedeutung aus den Wörtern, unabhängig davon, ob sie gehört, oder gelesen wurde. Tatsächlich sahen die aus den Daten erstellten Gehirnkarten für die akustischen und visuellen Eingaben nahezu identisch aus.

Noch mehr zu forschen

Deniz möchte das Experiment noch weiter vertiefen, indem Sie an einem breiteren Spektrum von Probanden testet. Sie möchte Teilnehmer einbeziehen, die kein Englisch sprechen, mehrere Sprachen sprechen oder an Hörstörungen oder Legasthenie leiden. Derzeit könnten die Ergebnisse dieser Studie für Menschen sehr nützlich sein, die Schwierigkeiten beim Lesen oder Hören haben um Zugang zu Geschichten in verschiedenen Formaten zu erhalten. Kinder, die beispielsweise mit Legasthenie aufwachsen, können von Hörbüchern profitieren.