Lifestyleme Redaktion

Mit wenigen Schritten zu mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank

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Ein bekanntes Zitat der Modeschöpferin Vivienne Westwood „Buy less, choose well and make it last“ beschreibt treffend, wie wir unsere Garderobe umstellen können, um Nachhaltigkeit auch in unseren Kleiderschrank wandern zu lassen. Denn die Modeindustrie ist einer der größten Umweltsünder überhaupt. Sie produziert mehr CO2 als alle Langstreckenflüge und Kreuzfahrtschiffe zusammen, verbraucht Unmengen an Wasser, vergiftet die Umwelt mit Pestiziden und nicht zuletzt werden Arbeiter unter widrigen Bedingungen ausgebeutet. Diesen Zustand werden wir nicht sofort ändern können, doch mit kleinen Maßnahmen kann jeder zu Hause sofort einen richtigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit in der Fashionindustrie machen.

Einen Blick in den Kleiderschrank werfen

Der erste Schritt ist, den eigenen Kleiderschrank komplett auszuräumen und all die Kleidungsstücke auszusortieren, die nicht mehr getragen werden. Alle Sachen, die länger als ein Jahr unangetastet blieben, können in der Regel weg. Die aussortierte Mode wird nicht weggeworfen, sondern entweder an eine Hilfsorganisation gespendet oder als Secondhandkleidung verkauft. Hierfür kann man sich entweder an einen Laden wenden oder die Sachen online sowie auf einem Flohmarkt verkaufen.

Nachhaltige Mode kaufen

Photo by Pascal Meier on Unsplash

Fair und ökologisch produzierte Kleidung ist längst nicht mehr langweilig und eintönig. Mittlerweile hat sich ein großer Markt an Marken etabliert, die Kleidungsstücke ökologisch und fair produzieren, die aber dennoch modisch aussehen. Meist muss man für solche Stücke tiefer in die Tasche greifen, aber durch die höhere Qualität halten die Sachen auch deutlich länger. Aktuelle Modetrends bleiben bei einer nachhaltigen Lebensweise besser außer acht. Man sollte lieber mehr Geld für einzelne, qualitativ hochwertigere Stücke investieren, als viele billige Produkte zu kaufen. Ein paar gute Basic-Teile lassen sich immer wieder zu neuen Outfits kombinieren und passen zu allen Gelegenheiten. Kleidung aus Biobaumwolle und Wolle sind gut für die Umwelt, halten lange und Modesiegel wie diese lassen erkennen, ob es sich um nachhaltige Bekleidung handelt:

– IVN BEST (setzt auf ökologische Naturfasern und die Zahlung von Mindestlöhnen an die Arbeiter)

– Fair Wear Foundation (steht für Kleidung, die unter guten sozialen Bedingungen produziert wurde)

– GOTS (die eingesetzten Naturfasern werden zu mindestens 70 Prozent aus biologischer Landwirtschaft oder Tierhaltung produziert)

– Fairtrade Cotton (steht für fair angebaute Baumwolle)

Darüber hinaus ist secondhand Kaufen das große Stichwort zu mehr Nachhaltigkeit. Es schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, es spart auch Ressourcen.

Weitere Tipps

Wer handwerklich begabt ist, kann alten Kleidungsstücken einen neuen Touch geben, indem man sie etwas abändert. Eine alte Jeans kann so schnell zu einer heißen Hotpants werden oder ein einfaches T-Shirt wird mit lässigen Cutouts versehen. Anleitungen dazu finden sich im Internet oder man besucht einen Volkshochschulkurs. Sachen, die kaputtgegangen sind, müssen nicht gleich weggeworfen werden. Aufgegangene Nähe und abgefallen Knöpfe sind mit Nadel und Faden schnell wieder repariert. Und wer handwerklich nicht so begabt ist, der kann seine Mode zu einem Schneider bringen. Diese nehmen meist nur wenig Geld für Änderungen und Reparaturen und hinterher hat man ein völlig neues Outfit.

Photo by okeykat on Unsplash

Nachhaltigkeit fängt im Kopf an

Den eigenen Kleiderschrank nachhaltiger zu gestalten ist also nicht schwer. Vor jedem Kauf neuer Kleidung sollte man sich fragen, ob man das Teil auch wirklich braucht. Besser, man investiert mehr Geld in qualitativ hochwertige Kleidung, die lange hält und zeitlos ist, als sich von den sozialen Medien beeinflussen zu lassen und Outfits zu kaufen, die nur eine Saison lang modern sind. Und wer seinen Sachen mehr Wertschätzung entgegenbringt, sie gut behandelt und schonend wäscht, wird nicht nur lange Freude daran haben, sondern auch der Umwelt etwas Gutes damit tun.